Handy Fotografie

Fotografieren mit dem Smartphone – 10 Tipps für bessere Fotos

Fotografieren mit dem Smartphone – 10 Tipps für bessere Fotos

Handy Fotografie

Keine professionelle Kamera zur Hand? Wie gut, dass wir alle eine ziemlich leistungsstarke Kamera ständig bei uns haben: unser Smartphone.

Als ich mit der Food Fotografie angefangen habe, hatte ich nur mein Smartphone. Und nein, nicht das neueste IPhone, sondern ein ganz gewöhnliches Vivo, dass ich in Indonesien für 100€ während meines Asientrips gekauft habe.

Fakt ist, Smartphones haben mittlerweile gute Kameras. Teilweise bessere, als manche DSLRs. Aber es gibt auch einiges zu beachten, damit deine Smartphone-Bilder wie vom Profi aussehen. Deswegen habe ich hier für dich meine Top-Tipps für das Fotografieren mit dem Smartphone zusammengefasst.

Besonders als Anfänger in der Food Fotografie ist weniger wichtig, welche Kamera du hast, sondern was du daraus machst. Das soll nicht bedeuten, dass die Anschaffung einer Kamera überflüssig wäre. Sie hat durchaus ihre Berechtigung. Das soll uns jedoch nicht daran hindern, schöne Fotos mit dem Equipment zu machen, was dir bereits zur Verfügung steht.

Wann es sich lohnt, Foodfotos mit dem Handy zu machen:

  • Du bist die meiste Zeit auf Instagram unterwegs und fotografierst auch hauptsächlich für diese Zwecke.
  • Du hast dein Handy immer dabei und möchtest unterwegs einfach bessere Bilder machen.
  • Als Foodie ist es dir wichtig dein Essen in Szene zu setzen, ohne zuerst hunderte oder tausende Euros für eine Kamera ausgeben zu müssen.
  • Du willst erst mal schauen, ob die Foodfotografie etwas für dich ist und mit dem anfangen, was du hast.

 

10 Tipps für das Fotografieren mit dem Smartphone

#1 Kameralinse säubern

Bevor du dein Handy zum Fotografieren in die Hand nimmst, säubere deine Kameralinse(n)! Dabei reicht es nicht einfach mit dem Pullover kurz drüber zu reiben. Für diese Zwecke habe ich immer Brillenputztücher zur Hand, die ruckzuck für eine saubere Linse sorgen.

#2 Nicht zoomen!

Manchmal rutscht mir das Herz in die Hose, wenn ich sehe wie Menschen ohne mit der Wimper zu zucken, im Handy zoomen. Spaß beiseite, bei Objekten, die weit weg sind, die wir trotzdem fotografieren möchten, kommen wir um diese Funktion nicht durmherum und da ist auch gut so.

In der Foodfotografie ist unser Objekt sehr nah, weshalb du statt zu zoomen einfach weiter oder näher rangehen kannst. Dadurch erleidet dein Bild keine qualitativen Verluste und du darfst möglichst viele Pixel behalten.

#3 Kameraeinstellungen kennenlernen & Bildqualität einstellen

Fast alle unsere Smartphones haben mittlerweile einen Pro-Modus, in dem du einzelne Einstellungen verändern kannst. Es lohnt sich allemal diese Einstellungen kennenzulernen, da sie dir später auch helfen werden, deine Systemkamera schneller zu verstehen (falls du dir doch eine kaufst). Wenn du dir hierzu mehr Informationen oder einen Beitrag wünschst, lasse es mich gerne in den Kommentaren wissen.

Unsere Handys bieten zudem die Möglichkeit, die Bildqualität festzulegen. Hierzu klickst du in deiner Kameraapp auf Einstellungen und suchst nach „Bildqualität“.

#4 Für genügend Speicherplatz sorgen

Das intensive Fotografieren mit hoher Bildqualität kann sehr schnell auf den Speicherplatz und Arbeitsspeicher des Handys gehen. Am besten besorgst du dir eine SD-Speicherkarte und speicherst auf dieser deine Fotos. Das hat auch den Vorteil, dass du deine Bilder auch einfach auf deinen PC hochladen und sie auch dort bearbeiten kannst.

#5 Eine Storyline überlegen

Fotografie ist eine Form, Geschichten zu erzählen. Und das ist besonders in der Foodfotografie wichtig. Jedes unserer Foodfotos erzählt etwas, weswegen du dir vor deinem Shooting überlegen solltest, was du erzählen möchtest. Dabei muss deine Story nicht kompliziert sein. Vielleicht willst du einfach herausarbeiten, wie saftig und lecker deine Brownies sind. Sich das vorher zu überlegen hilft dir aber, genau den Fokus daraufzulegen, den du dir wünschst und die Requisiten, Hintergründe und das Foodstyling auszuwählen, die dazu passen.

#6 Gitternetzlinien & Kompositionen

Kompositionen haben in der Stillleben Fotografie eine ganz besondere Funktion. Sie orientieren sich an dem natürlichen Sehverhalten von Menschen und helfen dir, deine Bilder möglichst interessant zu machen. Um auch im Smartphone das Meiste an Kompositionen herauszuholen, lohnt es sich die Gitternetzlinien zu aktivieren. Manche Handykameras stellen auch weitere Kompositionenlinien, wie der Goldene Schnitt zur Verfügung.

Um die Gitterlinien zu aktivieren, in der Kamera ⇾ Rasterlinien auswählen.

Als Standardeinstellung orientieren sich die Rasterlinien an der Drittel-Regel. Statt dein Objekt einfach mittig zu platzieren, orientiere ich an den 4 Sektionen, in denen sich die Linien kreuzen. Das macht dein Bild auf natürliche Art&Weise interessant.

Smartphone Foodfotografie

#7 Die richtigen Winkel fürs Handy

In der Smartphone Fotografie kommt es wahrhaftig auf die richtigen Winkel an. Andernfalls wirken Bilder schnell verzehrt und unnatürlich. Am besten eignet sich es von oben, also Flatlays oder gerade und von vorne zu fotografieren.

#8 Licht, Licht & nochmal Licht

Nichts ist so wichtig, wie das Licht in der Fotografie. Vermeide es in der Foodfotografie deinen Blitz zu benutzen. Das lässt Gerichte eher flach und unappetitlich wirken. Außerdem ist natürliches Licht am besten geeignet. Wenn du drinnen fotografierst, such dir einen Platz am Fenster und mach das Licht aus. Sonst bekommen deine Bilder einen unschönen Gelbstich.

#9 Hintergründe & Foodstyling

Genauso wie deine Idee gehören in die Umsetzung passende Hintergründe und ein aufmerksames Foodstyling. Achte bei der Wahl deiner Hintergründe darauf, dass sie deinen Gerichten nicht die Show stehlen, sondern, die Story bereichern. So eignet sich ein Holzhintergrund gut für rustikale Suppen oder Brote und Beton für einen heißen Sommer mit starken Schatten. Hier darfst du deiner Kreativität freien Lauf lassen.

Wenn du mehr über zu weichem und hartem Licht erfahren möchtest, dann lies meinen anderen Beitrag.

#10 Bildbearbeitung

Das Bild ist im „Kasten“. Jetzt darf es noch bearbeitet werden. Die richtige Bearbeitung ist die halbe Miete. Hierfür kannst du dich zunächst mit den Bearbeitungsmöglichkeiten in deinem Handy beschäftigen, eine App wie VSCO oder sogar Instagram nutzen. Wenn du dir mehr Flexibilität wünschst und tiefer in die Bearbeitung einsteigen möchtest, dann empfehle ich dir die Lightroom Mobile App.

 

Hast du noch weitere Tipps, die du mit uns teilen möchtest? Dann freue ich mich sehr über deinen Kommentar!

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